Urlaub auf Ibiza

Fällt das Wort “Ibiza”, so denkt man in der Regel direkt an ein sommerliches Mekka für junge Menschen mit vielen Parties. Doch das ist nur ein Aspekt von diesem vielseitigen, wunderschönen Eiland, wo sogar Stars ihren Urlaub machen.    

Was Du über Ibiza wissen solltest

Ibiza ist Teil der Balearen, einer Inselgruppe und gleichzeitig Autonomen Gemeinschaft Spaniens im westlichen Mittelmeer. Sie ist nach Mallorca und Menorca die drittgrößte Insel des Archipels und bildet gemeinsam mit Formentera und mehr als 50 kleineren, unbewohnten Inseln die Inselgruppe der Pityusen. Sie beherbergt auf einer Fläche von 572 Quadratkilometern mehr als 140.000 Einwohner und ist damit die am zweitstärksten bevölkerte Insel nach Mallorca. Der Großteil davon sind Spanier, etwa 20% sind zugezogene Ausländer, von denen aber nur ein kleiner Teil aus Deutschland stammt.   

Die Entfernung von Ibiza zur Nachbarinsel Mallorca beträgt 100 Kilometer, bis zur spanischen Festlandküste sind es ungefähr 80 Kilometer, die über einen 1,5 Kilometer tiefen Meeresgraben verlaufen. Da die Balearen eine abgetrennte Fortsetzung des andalusischen Felsengebirges sind, hat Ibiza eine sehr unregelmäßige Gestalt, durchzogen von mehreren Bergen. Der größte ist der Sa Talaia mit einer Höhe von 475 Metern. Auf Ibiza findet man auch den einzigen Fluss der Balearen, den Santa Eulalia del Río, der allerdings aufgrund des hohen Grundwasserbedarfs auf der Insel über längere Strecken nur trockenes Flussbett aufweist.

Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage im Mittelmeer entwickelte sich Ibiza im Laufe ihrer 2000-jährigen Geschichte zu einem Schmelztiegel der Kulturen. Über die Jahrhunderte wurde sie zunächst von Ureinwohnern, dann von den Phöniziern, Römern, Vandalen, Mauren, Katalanen und schließlich den Korsaren besiedelt und in ihrer Entwicklung geprägt. Zeugnisse davon findet man auf der gesamten Insel, vor allem aber in Ibiza-Stadt.

Im Inselalltag spricht man das allgemein als spanische Sprache bekannte Kastilisch und die Regionalsprache Katalanisch, vor allem in Form eines als Ibizenk bekannten Dialekts.     

In der heutigen Zeit ist Ibiza weltweit für ihre wunderschönen Strände, Buchten, das strahlend blaue Meereswasser und für ihr sehr aktives Nachtleben bekannt. Zudem entwickelte sie sich über die letzten Jahre immer mehr zu einer der Top-Destinationen für den internationalen Jet-Set. So zieht sie jährlich, trotz Tourismusflaute in den Wintermonaten, mehr als 2,5 Millionen Besucher an.    

Reisen nach Ibiza
Anreise

Es gibt zwei Möglichkeiten, Ibiza zu erreichen: mit dem Flugzeug oder dem Schiff.

Der Flughafen von Ibiza liegt in der Gemeinde Sant Josep im südlichen Teil der Insel, etwa 7 Kilometer von Ibiza-Stadt entfernt. Er wird von den meisten deutschen Großstädten angeflogen, darunter sind sowohl Direktflüge als auch Verbindungen mit Zwischenstopps in Barcelona oder Madrid . Die reinen Flugzeiten variieren je nach Abflugsort, liegen aber in der Regel bei 2,5 Stunden. Ebenso kann man auch von fast allen spanischen Städten aus Direktflüge zur Insel buchen.

Wer mehr Zeit mitbringt und romantischere Formen des Reisens bevorzugt, der kann Ibiza auch per Schiff ansteuern. Es gibt drei große Häfen auf der Insel: Santa Eulària, Sant Antoni und der Hafen in Ibiza Stadt. In Sant Antoni und Ibiza-Stadt legen die Linienschiffe an, die zwischen den Balearen und den Städten Barcelona, Valencia und Alicante auf dem spanischen Festland verkehren. Dabei werden in der Regel sogar teilweise mehrere Überfahrten am Tag angeboten, sodass man aus insgesamt über 70 Verbindungen auf 7 verschiedenen Strecken wählen kann. Eine Überfahrt mit dem eigenen Auto ist ebenfalls möglich.

Wenn es eine noch exklusivere Reiseerfahrung sein soll, so findet man auch zahlreiche Privat- und Charteryachten sowie Kreuzfahrtschiffe, die Ibiza anfahren.



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Mobilität auf Ibiza

Einmal in den größeren Städten Ibizas angekommen, ist es ein Leichtes, mit öffentlichen Verkehrsmitteln jeden beliebigen Punkt auf der Insel zu erreichen. Drei Buslinien fahren vom Flughafen zu den nächstgelegenen größeren Städten im 30 minütigen bzw. stündlichen Takt bis Mitternacht. Auch im restlichen Gebiet ist das Netz der Linienbusse gut ausgebaut und Abfahrten zwischen den größeren Städten und Touristenstädten finden regelmäßig statt. Einzig bei ländlicheren Gegenden sollte man etwas mehr Geduld aufbringen. In den Monaten Juni bis September verkehren zusätzlich Nachtbusse, um Nachtschwärmer sicher von den Diskotheken in ihre Unterkünfte zu bringen. Die Fahrtpreise sind auf Ibiza relativ günstig und auf mancher Busstrecke kann man sogar zusätzlich kostenlos weite Teile der Insellandschaft entdecken.

  

Eine weitere Option für das Fortbewegen auf kurzen Strecken sind die lokalen Taxis, Taxistände findet man in allen größeren Städten und Tourismuszentren. Ein grünes Licht auf dem Dach symbolisiert die Verfügbarkeit und die Fahrer rechnen per Taxameter ab. Gerade im Hochsommer oder zu besonderen Events kann es aber an vielen Stellen zu Engpässen kommen. Ebenso verhält es sich an beliebten Reisetagen am Flughafen. Hier empfiehlt es sich, vorab einen privaten Flughafentransfer zu buchen, um lange Wartezeiten zu vermeiden.   

Wer Ibiza lieber individuell erkunden möchte, sollte einen Mietwagen in Erwägung ziehen. Die Straßen sind gut ausgebaut und sicher, sodass man sie hervorragend mit einem Auto bereisen kann. Vertretungen verschiedener Anbieter findet man direkt am Flughafen, in den Häfen und größeren Orten. Aufgrund hoher Nachfrage und großer Preisschwankungen kann es unter Umständen aber von Vorteil sein, vorab zu reservieren. Die Mietpreise variieren je nach Wagentyp, Reisezeit und Reisedauer, jedoch kann man bereits Angebote ab 30€ am Tag in der Hauptsaison finden. Wichtig ist allerdings, auf die hiesigen Verkehrsregeln zu achten, denn Verstöße werden schnell mit saftigen Strafen geahndet. Zu vermeiden sind unter anderem Geschwindigkeitsübertretungen, das Parken an gelben Randsteinen und Mülltonnen sowie Alkohol und Drogen am Steuer (was streng kontrolliert wird).

Eine Besonderheit der Fortbewegungsmittel auf Ibiza sind als Wassertaxis agierende kleine Boote und Fähren. Diese verkehren auf kurzen Strecken zwischen verschiedenen Orten wie beispielsweise Talamanca oder Santa Eulalia mit Ibiza-Stadt. Die Fahrt ist teilweise bequemer als zu Land, bietet auf einigen Routen wunderschöne Aussichten und ist vergleichsweise günstig.

 Urlaub Ibiza 

Städte und Tourismuszentren

Die Hauptstadt der Baleareninsel ist Ibiza-Stadt im Süden. Oftmals verwendet man für sie auch den katalanischen Namen Eivissa. Sie ist mit etwa 50.000 Einwohnern der größte Ort der Insel und bietet das passende Angebot für jeden Urlaubswunsch. Hier findet man antike Sehenswürdigkeiten wie die zum Weltkulturerbe ernannte Altstadt mit Stadtmauer, charmante Gassen voller Cafés und Boutiquen, weltberühmte Diskotheken. Nicht selten trifft man hier im Sommer sogar Berühmtheiten, die sich in der magischen Stadt ungestört erholen wollen.     

Der Ort San Antonio im Westen Ibizas entwickelte sich von einem beschaulichen Fischerdorf zu dem zweitgrößten Touristenzentrum der Insel. Ein Grund für seine Beliebtheit sind die famosen Sonnenuntergänge im hiesigen Café del Mar und der für sein verrücktes Nachtleben populäre “Strip” voller Bars und Diskotheken. Wer es beschaulicher mag, sollte den Ort in der Nebensaison besuchen und die scheinbar endlose Strandpromenade entlang spazieren.

Der dritte größere Urlaubsort auf der Insel ist Santa Eulalia. Sie liegt im Osten und wurde nach dem dort ins Meer mündenden Fluss benannt. Vor allem im Sommer pulsiert hier das Leben rund um den alten Stadtkern und die 2 Kilometer lange Strandpromenade. Dennoch besitzt der Ort ein sehr familiäres Flair, weshalb er gerade bei jenen Urlaubern beliebt ist, die eine entspanntere Atmosphäre schätzen oder mit der gesamten Familie anreisen.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Auf Ibiza kann man Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele aller Art bewundern – von historischen Stätten über Naturspektakel bis hin zu modernen Phänomenen.

Die Stadtmauern von Dalt-Vila

Ein Rundgang durch die Altstadt entlang der antiken Stadtmauern von Dalt-Vila darf bei einem Besuch in Ibiza-Stadt nicht fehlen. Die Aussicht mit Blick über die gesamte Stadt und die Bucht ist von hier aus traumhaft!

Man benötigte 40 Jahre für die Fertigstellung der im 16. Jahrhundert auf Geheiß des spanischen König Philipp II erbauten Mauer mit Wehrtürmen, die die Stadt vor Piratenangriffen schützen sollte. Im Jahre 1999 wurde sie zum Unesco Weltkulturerbe ernannt und aufwendig restauriert. Lohnenswert sind auch die umliegenden kleinen Gassen der Altstadt mit reizenden kleinen Geschäften und Cafés.

Wachturm Torre d’es Savinar

Ein weiteres Relikt aus Piratenzeiten ist der Wachturm Torre d’es Savinar im Südwesten Ibizas. Er trohnt seit dem 18. Jahrhundert an der Küste und bietet seinen Besuchern ein traumhaftes Panorama über das Meer und die gegenüberliegende Insel Es Vedra. Dieser 382 Meter hoch aus dem Meer ragende Felsen ist eine weitere beliebte Sehenswürdigkeit, weil sagenumwoben. Man erzählt sich mystische Geschichten von Atlantis, Lichtwesen und Sirenen. Der Anblick des gigantischen Felsens lohnt sich in jedem Fall, auch wenn man all dem nicht glaubt.

Hippie Markt in Las Dalias

Ibiza wurde über lange Zeit von der Hippie-Bewegung geprägt und auch heute wird die Kultur des harmonischen Zusammenlebens weiter gepflegt. Der bekannteste Beweis ist der Hippie Markt in Las Dalias, welcher seit 1985 jeden Samstag in San Carlos stattfindet. Hier kann man von 10 Uhr bis spät in den Abend allerlei Schmuck, Kleidung und Kunsthandwerk als Mitbringsel erstehen oder einfach nur das bunte Flair genießen.

Nachtleben    

Was wäre Ibiza ohne das weltberühmte Nachtleben? Von mehrtägigen Goa-Parties in den Bergen der Insel über dekadente Strand-Lounges bis hin zu den wahren Spektakeln: den Megadiscos. Die wohl famoseste, weil weltweit größte Diskothek ist das Privilege in Sant Rafael. Sie steht mit ihrem Fassungsvermögen von 14.000 Gästen im Guinness-Buch der Rekorde und begeistert mit eigenem Swimming Pool, in dessen Mitte schon viele weltweit berühmte DJs die Plattenteller bedient haben. Ein weiterer Besuchermagnet ist das für seine Techno-Parties bekannte Amnesia, das man ebenfalls in Sant Rafael findet. Bis zu 5000 Personen können hier mit populären DJs feiern und auf der hauseigenen Dachterrasse sogar die Sonne aufgehen sehen. Die Diskothek Pacha in Ibiza-Stadt ist mit einem Fassungsvermögen von 3000 Besuchern verhältnismäßig klein, wird aber genau deswegen vor allem von vermögenden Gästen bevorzugt. Es ist der einzige große Club, der das gesamte Jahr über durchgehend geöffnet hat. Eine Besonderheit unter den Nachtclubs ist das Ushuaïa in Ibiza-Stadt, denn es ist Luxushotel, Pool und Open-Air-Club in einem. Hier finden tags- wie nachtsüber kolossale Musik-Events statt, bei denen mitunter die weltbesten DJs auflegen.

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Sonne, Strand und Badeurlaub

Die Küste Ibizas ist insgesamt 210 Kilometer lang und bietet traumhafte Strände und einladende Buchten in alle Himmelsrichtungen. Egal wo man sich befindet, eine malerische Badegelegenheit ist sicher direkt in der Nähe. Ein Großteil davon ist überwacht und mit Sanitäranlagen, Sonnenschirmen sowie Strandkioske oder Bars ausgestattet. Die Strände bestehen zumeist aus hellem, feinen Sand und sind häufig seicht, was das klare Wasser im Sonnenschein in strahlenden Türkistönen leuchten lässt.

Bei über 50 Stränden fällt die Wahl natürlich nicht leicht und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Zu den bekanntesten zählt die Playa d’en Bossa nahe Ibiza-Stadt im Süden der Insel. Sie ist der längste Strand der Insel und bietet perfektes Ibiza-Flair mit balinesischen Liegen, exklusiven Strandbars mit Live-Musik und Lounge Möbeln. Vor allem nachts treffen sich hier die Fans elektronischer Musik, um die Nacht in den hiesigen Bars einzuleiten und dann in die bekannten Megadiscos weiterzuziehen.

Ein wahres Naturjuwel ist die von Pinien umgebene Sandbucht Cala Salada im Nordwesten der Insel. Neben dem pulverartigen Sand und dem kristallklaren Wasser, die jede Postkarte verblassen lassen, kann man hier über eine kurze Wanderung zu Höhlen mit antiken Malereien aus der Bronzezeit gelangen.

Im Nordosten Ibizas ist der Strand Cala San Vincent das perfekte Ausflugsziel für Wasserratten. Der breite Sandstrand fällt flach ab, sodass die gesamte Familie entspannt baden und dabei den spektakulären Ausblick auf die bewaldeten Hügel und Felsen der Bucht genießen kann.   

Hotels und Ferienwohnungen

Auf Ibiza gibt es über 550 Unterkünfte mit insgesamt mehr als 80.000 Betten. 10% davon entfallen auf 4- und 5-Sterne Hotels. Die am meisten vertretene Unterkunftsart sind jedoch die Ferienapartments, die in über 230 verschiedenen Anlagen mit etwa 22.000 Betten angeboten werden. Bei Individualurlaubern sind zudem die extra für Reisende hergerichteten Fincas und traditionellen Casas Rurales in den ländlicheren Gegenden der Insel beliebt. Für das kleinere Reisebudget gibt es zahlreiche charmante Pensionen, Hostels und Campingplätze.  

In der Hochsaison ist es schon bei den niedrig- und mittelpreisigen Hotels schwierig, ein Doppelzimmer mit einem Preis unter 130€ in der Nacht zu finden. Die durch den Jet-Set bekannten Nobeladressen schlagen hingegen mit sogar teilweise bis zu fünfstelligen Beträgen zu buche. Das rechtzeitige Reservieren und der genaue Preis- und Leistungsvergleich lohnen sich auf Ibiza allemal, um nicht auf überteuerte Angebote zurückgreifen zu müssen.  

Die beste Reisezeit

Das Klima von Ibiza wird oftmals als das beste der Balearen bezeichnet. Im Sommer erwarten einen warme, aber nicht zu heiße Temperaturen, während die Winter mild sind. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer bei 26°C und im Winter bei 12°C.

Die Insel hat dadurch das gesamte Jahr über ihren Reiz, jedoch lässt sich dennoch sagen, dass die großen Besucherströme in den Wintermonaten von November bis April aus bleiben. Gerade einmal 4% aller Touristen besuchen Ibiza in dieser Zeitspanne. Das macht sie allerdings umso mehr zur idealen Reisezeit für Individualurlauber, die kälteren Temperaturen entkommen möchten und die Insel ohne den Partytrubel kennenlernen wollen. Durch die etwas häufiger vorkommenden Niederschläge verwandelt sich die sonst trockene Landschaft in blühendes Grün und ab Februar lässt sich das Naturschauspiel der Mandelblüte beobachten. Auch wenn Großveranstaltungen ausbleiben, findet man dennoch ausreichend geöffnete Restaurants, Bars und Diskotheken.
Die offizielle Reisesaison startet auf Ibiza im Mai, wenn die Temperaturen wärmer und stabiler werden. Ab da steigen die Touristenzahlen konstant bis zu ihrem Maximum im August, in dem meist doppelt so viele Besucher auf der Insel verweilen wie im Mai. Diese Zeit ist mit Temperaturen um 30°C und Wassertemperaturen um 25°C-27°C ideal für Bade- und Erlebnisurlaub.



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